„In einer reichen Stadt wie Hannover lebt heute jedes vierte Kind in Armut. Das kann ich nicht akzeptieren. Denn ich weiß, wie es ist, wenn am Ende des Monats der Strom abgestellt wird, weil die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, welcher Weg aus der Armut führt: der Bildungsweg. Deswegen will ich echte Chancengerechtigkeit in der Bildung.“

Wir werden die Kinderarmut in Hannover drastisch reduzieren.
Jedes vierte Kind in Hannover ist arm. Betroffen sind überdurchschnittlich viele Kinder alleinerziehender Eltern und Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Insbesondere die frühkindliche Bildung ist der der Schlüssel, das zu ändern. Als Oberbürgermeister werde ich deswegen folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Wir werden einen Runden Tisch gegen Kinderarmut einrichten, der den Auftrag bekommt, eine Strategie gegen Kinderarmut zu erarbeiten und umzusetzen.
  • Wir stärken die „Aufsuchende Sozialarbeit“, um Alleinerziehende und Eltern mit Migrationshintergrund stärker zu unterstützen – insbesondere bei der Suche und Auswahl eines Krippenplatzes.
  • Wir werden die Sprachförderungsprogramme in der Kita ausbauen und setzen uns als Ziel, dass alle Kinder spätestens bei der Einschulung fließend Deutsch sprechen.

Wir werden dafür sorgen, dass kein Kind die Schule ohne Abschluss verlässt.

Derzeit verlassen pro Jahr etwa 200 Kinder in Hannover die Schule ohne einen Abschluss. Die Perspektive für eine erfolgreiche berufliche Zukunft haben diese Kinder in den allermeisten Fällen nicht. Als Oberbürgermeister werde ich das ändern.

  • Wir starten ein Programm „Hannover Hand in Hand“ für den Ausbau des Übergangsmanagements zwischen Kita, Grundschule, weiterführender Schule und Beruf.
  • Wir erarbeiten endlich ein Konzept für eine Schulsozialarbeit aus einem Guss, die zwischen Stadt und Land besser koordiniert wird und einer eindeutigen Zielsetzung folgt – wie der Verminderung von Abwesenheit in der Schule.
  • Wir verteilen die über ein Grundbudget hinausgehenden Mittel anhand eines transparenten Sozialindexes und geben den Schulen die Freiheit, diese Mittel nach eigenen Prioritäten auszugeben.

Wir perfektionieren die Kindertagesbetreuung.
Viele Eltern erleben derzeit eine große Unsicherheit, ob, wann und wo sie zum Anfang des Kita-Jahres am 1. August einen Betreuungsplatz für ihr Kind vorhanden ist. Das ist eine große Belastung für die Eltern, aber auch eine Herausforderung beim Wiedereinstieg in den Beruf, die ich selbst bei der Suche nach einem Betreuungsplatz für unsere Tochter erlebt habe. Damit Eltern diese Erfahrung in Zukunft nicht mehr machen müssen, werde ich als Oberbürgermeister folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Wir entwickeln ein Programm zum schnellen Ausbau der Krippen- und Kitaplätze und der Schulbetreuung insbesondere in den Stadtteilen mit derzeit niedrigen Betreuungsquoten.
  • Wir digitalisieren den Anmeldeprozess und schaffen so ein elternfreundliches und nachvollziehbares Anmeldeverfahren, in dem Eltern und Träger jederzeit den Stand der Bewerbung nachverfolgen können.
  • Wir flexibilisieren die Abholzeiten in der Ganztags-Grundschule.