Marc Hansmann: Jugendnetzkarte für Auszubildende und deutlichere Ermäßigungen für Senioren statt 365-Euro-Ticket

Marc Hansmann, Kandidat der SPD für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover, fordert eine Ausweitung der Jugendnetzkarte für Auszubildende sowie deutlichere Ermäßigung für Rentnerinnen und Rentner.

„Die Jugendnetzkarte für 15 Euro ist ein toller Erfolg und sehr beliebt. Dieses Angebot sollten wir in Zukunft ausweiten, um den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen und Auszubildende finanziell zu entlasten.“

Auch für Rentnerinnen und Rentner sollte es günstigere Monatskarten geben. Das 365-Euro-Ticket, das derzeit diskutiert wird, sieht Hansmann skeptisch.

„Mit deutlich günstigeren Monatskarten für Auszubildende und Rentnerinnen und Rentner helfen wir genau denen, die sehr genau auf ihre Ausgaben achten müssen, und tun gleichzeitig etwas für den Klimaschutz“,

betont Marc Hansmann. Mit der Jugendnetzkarte können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II sowie alle Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und des Bundesfreiwilligen-dienstes (BFD) seit Januar 2018 Bus und Bahn im gesamten Tarifgebiet der GVH für 15 Euro im Monat nutzen. Auszubildende profitieren derzeit nicht von der Jugendnetzkarte und müssen für ein Monatsticket zwischen knapp über 45 Euro für eine Zone und fast 80 Euro für vier Zonen zahlen.

Hansmann fordert außerdem eine deutlichere Ermäßigung für Rentnerinnen und Rentner:

„Viele Menschen kündigen ihre Monatskarten, wenn sie in Rente gehen. Mit einem besseren Angebot sollten wir diesen Menschen entgegen kommen.“

Hansmann schlägt vor, die Monatskarte für Rentnerinnen und Rentner auf maximal 30 Euro für das gesamte Tarifgebiet zu begrenzen. Derzeit zahlen Rentnerinnen und Rentner für die „MobilCard 63plus“ monatlich mindestens rund 40 Euro für eine Zone und fast 70 Euro für vier Zonen.

Marc Hansmann verweist darauf, dass der Versuch, das 365-Euro-Ticket in Hannover einzuführen, bereits einmal an der Regionsversammlung gescheitert ist. Als ehemaliger Kämmerer sehe er die hohen Kosten skeptisch. Auch sei ein Ausbau des Nahverkehrs wesentlich effizienter als eine allgemeine Preissenkung und bringe wirklich neue Fahrgäste. Zudem seien Busse und Bahnen in Hannover und der Region bereits stark ausgelastet. Das spreche dafür, dass der öffentliche Nahverkehr sehr attraktiv sei. Auch eine solidarische Finanzierung lehnt Hansmann ab:

„Eine solidarische Finanzierung klingt zwar sozial, wirkt aber tatsächlich wie eine Kopfpauschale. Wenn am Ende auch diejenigen bezahlen müssen, die noch auf das Auto angewiesen sind oder in der Stadt wohnen und ausschließlich das Rad nutzen, dann ist das nicht gerecht.“