Marc Hansmann und Lars Kelich: „Zwei-Richtungs-Fahrradwege ermöglichen – Radverkehr attraktiv machen!“

Kürzlich ist die Landeshauptstadt Hannover einer Weisung des von der CDU geführten Wirtschafts- und Verkehrsministerium des Landes Niedersachsen nachgekommen und hat an 26 Straßen in der Stadt die Zwei-Richtungs-Fahrradwege abgeschafft. „Das ist der völlig falsche Weg, wenn man den Radverkehr attraktiver machen möchte“, kritisiert Marc Hansmann, Oberbürgermeisterkandidat der SPD in Hannover. Unterstützt wird Hansmann vom baupolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion Hannover, Lars Kelich.

Dass der Autoverkehr in der Stadt reduzieren werden müsse, um das Klima zu schützen und den Schadstoffausstoß in der Stadt zu begrenzen, da sei sich die Politik doch eigentlich weitgehend einig, so Hansmann. Um dieses Ziel zu erreichen müsse man es den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, das Fahrrad zu benutzen – auch und gerade denjenigen, die sich nicht unter jeder Bedingung auf das Rad schwingen. „Dafür sind vor allem zwei Faktoren entscheidend“, führt Hansmann aus, „nämlich die Sicherheit im Straßenverkehr und ein gut ausgebautes und hindernisfreies Radwegenetz. Beides wird durch die neue Regelung verschlechtert, da Radfahrer jetzt noch häufiger die Straße überqueren müssen. Das ist nicht im Sinne fortschrittlicher Radverkehrspolitik.“

Hansmann hat bereits konkrete Maßnahmen vorgestellt, um die Attraktivität des Radverkehrs zu steigern. Dazu zählt der SPD-Politiker insbesondere eine verbesserte bauliche Trennung von Straßen und Radwegen. Die Ampelphasen von Autos, die rechts abbiegen, und Fahrrädern, die geradeaus fahren, will er an stark frequentierten Kreuzungen und Einmündungen voneinander trennen, um Unfälle zu vermeiden. Außerdem will er das Radwegenetz in der Stadt ausbauen – Zwei-Richtungs-Fahrradwege seien dafür ein wichtiger Bestandteil: „Zwei-Richtungs-Fahrradwege sorgen dafür, dass Radfahrer nicht ständig die Straßenseite wechseln müssen. Das ist für einen sicheren und attraktiven Radverkehr in einer Großstadt sehr wichtig“, betont der Sozialdemokrat.

Unterstützt wird der SPD-Oberbürgermeisterkandidat vom baupolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion Hannover, Lars Kelich. „Die Weisung von CDU-Minister Althusmann ist praxisfern und untauglich für Hannover“, erklärt Kelich, „das Ministerium sollte uns in unserem Ziel, Radverkehr und ÖPNV zu steigern, unterstützen und nicht dieses Ziel konterkarieren.“ Sollte Marc Hansmann zum Oberbürgermeister von Hannover gewählt werden, wollen die beiden Sozialdemokraten gemeinsam gegen die Regelung vorgehen. „Eine Möglichkeit haben wir sicher über den Niedersächsischen Städtetag, denn nicht nur Hannover ist von dieser Regelung betroffen“, betonen die Sozialdemokraten.