„Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr besser schützen“ – Marc Hansmann will mehr Verkehrssicherheit für Hannover

„Allein im vergangenen Jahr sind fast 50 Menschen bei Verkehrsunfällen in Hannover und im Umland gestorben – darunter ein Kind und acht Heranwachsende. Eine kinder- und umweltfreundliche Stadt darf sich damit nicht einfach abfinden“, erklärt Marc Hansmann, Kandidat der SPD für das Amt des Oberbürgermeisters: „Wenn wir erreichen wollen, dass mehr Menschen auf das Auto verzichten, müsen wir zuallererst dafür sorgen, dass sich Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer im Alltag sicher fühlen.“ Deswegen schlägt Marc Hansmann drei konkrete Maßnahmen vor, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Einen ersten Schwerpunkt will der Sozialdemokrat darauf legen, die Ampelschaltung an Kreuzungen und Einmündungen zu überprüfen: „Gerade an diesen Stellen kommt es häufig zu Unfällen, weil eine Autofahrerin oder ein -fahrer übersieht, dass jemand die Straße überqueren will“, betont Hansmann. „Einen Beinahe-Unfall dieser Art habe ich selbst vor Kurzem noch einmal erlebt, als ein Autofahrer meine Tochter und mich erst im letzten Moment gesehen hat. Das war richtig knapp und hat uns beide ziemlich geschockt.“ Zukünftig könnten solche Situationen verhindert werden, indem eine eigenständige Ampelphase für Fuß- und Radverkehr eingeführt wird, sich also Autos, die rechts abbiegen wollen, nicht mit Radfahrerinnen und Radfahrern sowie Fußgängerinnen und Fußgängern, die die Straße geradeaus überqueren, eine Grün-Phase teilen. An kritischen Kreuzungen und Einmündungen müssen wir aber auch die Sicht verbessern und dabei vor baulichen Veränderungen nicht zurückschrecken.

Eine zweite wichtige Maßnahme sei es, eine Grundsatzentscheidung für vom Autoverkehr getrennte Radwege zu treffen: „Wenn Autos und Räder sich so nahe kommen, dass zwischen Seitenspiegel und Lenkrad kaum Platz ist, dann ist das ein großes Risiko. Auto- und Radverkehr sollten daher grundsätzlich immer getrennt geführt werden, wenn es baulich möglich ist.“

Eine dritte mögliche Maßnahme ist die Reduzierung des erlaubten Tempos auf risikoreichen Straßen -schließlich ist eine erhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache bei Todesfällen im Straßenverkehr: „Das Land Niedersachsen sollte sich im Rahmen einer Bundesratsinitiative für eine Änderung der Straßenverkehrsordnung stark machen. Die Städte brauchen im Umgang mit Tempo 30 mehr Flexibilität“, fordert Hansmann. Dass das Land Tempo 30 vor Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen grundsätzlich erlaubt hat, sei ein wichtiger Schritt gewesen. Aber die Grundsätze auf Bundesebene seien nicht mehr zeitgemäß: „Es kann nicht sein, dass die Stadt Hannover für jeden einzelnen Tempo-30-Vorschlag auf Hauptverkehrsstraßen eine Sondergenehmigung des Landes einholen muss.“ Die Polizei müsse aber auch verstärkt die tatsächliche Einhaltung der Geschwindindigkeitsgrenzen kontrollieren.

Unterstützung für seine Vorschläge erhält der SPD-Oberbürgermeisterkandidat vom baupolitischen Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Lars Kelich. „Die Forderungen und Vorschläge von Marc Hansmann sind absolut richtig. „Individuelle menschliche Fehler werden wir niemals ganz ausschließen können, aber wir sollten alles tun, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.“